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Kylie Minogue - Aphrodite - Das neue Album der Australierin
Als Titel ihres neuen Albums wählte Kylie Minogue den Namen der griechischen Göttin der Liebe, Schönheit und Begierde Aphrodite und ließ sich passenderweise gleich als solche auf dem Cover ablichten. Vergleiche zu ihrer eigenen Person liegen nahe, denn schließlich steht ihr Name für äußerliche Makellosigkeit und erotische Hochspannung. Doch ihre Brustkrebserkrankung vor fünf Jahren hat das Verhältnis zum eigenen Körper nachhaltig verändert. Fortan nahm die Auseinandersetzung mit ihrer Krankheit eine weitaus wichtigere Rolle in ihrem Leben ein, als die Suche nach dem perfekten Styling. Tiefgründige Songs erweitern seither ihr Repertoire, wie etwa "Ruffle My Feathers", das es zwar auf die Konzertbühne schaffte, leider jedoch nicht auf ihr neues Alben. Jammerschade, denn beim Hören der 12 Songs von Aphrodite kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier etwas auf der Strecke geblieben ist, nämlich das musikalische Entwicklungspotenzial einer Künstlerpersönlichkeit wie Kylie Minogue. Stattdessen fiel die Entscheidung zugunsten des lukrativeren Konzepts, Vergangenes am Leben zu erhalten, koste es was es wolle. Dabei wäre es vor dem Erscheinen ihres elften Albums Aphrodite höchste Zeit gewesen für die Erkenntnis, dass sich jedes noch so grandiose Erfolgskonzept irgendwann einmal erschöpft. Davon unbeirrt graste Produzent Stuart Price (Madonna) unermüdlich die dürren Weiden des Elektro-Pop ab, wo das Gras inzwischen ziemlich abgedroschen ist. Kylie Minogue und Price haben laut Interview im Vorfeld sämtliche Songs ihrem ganz persönlichen "Dolly-Parton-Test" unterzogen, das heißt, ausprobiert, wie sie in Begleitung einer akustischen Gitarre am Lagerfeuer klingen. Dass sie dabei zu einem positiven Ergebnis gekommen sind, klingt vielversprechend, doch leider ist davon wenig auf Aphrodite zu hören. Stattdessen 12 Disco-Pop-Songs, die sich in punkto Sounds und Beats ähneln wie Freilandeier. Dabei ist Kylie Minogue eigentlich gut für Überraschungen, wie jüngst ihr Spontanauftritt beim Act der der Scissor Sistors auf dem Musikfestival im südenglischen Glastonbury bewies. Eine Geste mit hohem Symbolgehalt: Sie kehrte gesund und munter an jenen Ort zurück, an dem sie 2005 ihr Konzert krankheitshalber absagen musste. Das ist die eigentlich gute Nachricht; dass Pop-Kylie zurück ist, -wenn auch derzeit auf der Bühne mit mehr Charisma, als auf ihrer neuen CD
_________________ Stillstand ist Rückschritt
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